Kartellamt zerstört den deutschen Milchmarkt

Die DMK Group und die in der Erzeugergenossenschaft Deutsches Milchkontor zusammengeschlossenen Bauern und DMK-Eigentümer weisen den Versuch des Bundeskartellamtes zurück, über Jahrzehnte gewachsene Lieferbeziehungen zwischen den Bauern und ihrer eigenen Molkerei zu zerstören.

Kartellamt zerstört den deutschen Milchmarkt
Foto: Didgeman/Pixabay

Damit bezieht die DMK Group Stellung zum Sachstandsbericht des Bundeskartellamtes in dem es behauptet, die Lieferbeziehungen zwischen Milcherzeugern und -verarbeitern seien wettbewerbsrechtlich bedenklich und deshalb zu ändern. Um eine solche Änderung herbeizuführen, hat das Bundeskartellamt in einem „Pilotverfahren“ die vertraglichen Verpflichtungen der DMK gegenüber ihren Lieferanten stellvertretend für die gesamte Milchindustrie untersucht. Die Lieferbedingungen der DMK sind nicht nur kartellrechtlich zulässig, sie sind für das Überleben der bäuerlichen Milchwirtschaft in Deutschland und für die Versorgung der Bevölkerung mit dem Grundnahrungsmittel Milch unabdingbar, so die DMK Group.

Dr. Klaus Hein, Geschäftsführer der Deutsches Milchkontor: „Jeder Milchbauer ist frei, Abnahmeverträge mit einer Molkerei seiner Wahl zu schließen. Gerade in der genossenschaftlich organisierten DMK bestimmen die milcherzeugenden Mitglieder selbst, zu welchen Bedingungen die Milch geliefert wird. Ein Vertrag zwischen Landwirt und DMK kommt durch den Erwerb der Mitgliedsanteile an der Genossenschaft zustande.“ Die DMK und die Bauern als ihre Eigentümer würden durch die geplanten Auflagen des Bundeskartellamtes auch massiv in ihren Eigentumsrechten geschädigt. Diese Bedrohung gelte dann auch für die gesamte deutsche Milchwirtschaft, sollte dieses „Pilotverfahren“ tatsächlich in einen Kartellamtsbeschluss münden.