.Aktuelle Themen der Gemeinschaftsverpflegung

Treffen des Arbeitskreises Gemeinschaftsverpflegung Köln e. V

Beim Treffen des Arbeitskreises Gemeinschaftsverpflegung Köln e. V. (AK GV) standen drei Themen ganz besonders im Fokus: die neue EU-Datenschutzverordnung, die Brandschutzrichtlinie sowie die Arcrylamid-Verordnung.

(Bild: AK GV)

Die Brandschutzrichtlinie VDI 2052 ist vor ziemlich genau einem Jahr erlassen worden. Darin ist festgehalten, dass Aerosolabschneider komplett aus Chromnickelstahl bestehen müssen. Darüber hinaus sind Gestrickfilter, mit Ausnahme von Kombinationsfiltern, nicht zulässig. Vorgegeben ist auch, dass alle Abschneider oberhalb von Geräten mit erhöhter Grandgefahr, wie Herde, Grills oder Öfen, flammendurchschlagsicher sein müssen.

Brandschutzrichtlinie noch nicht überall umgesetzt

Heike Pühler von der Walpol GmbH (Vertreiber von Filtern für Großküchen) weiß, dass die Vorgaben bis heute oft nicht eingehalten werden. Mittlerweile unzulässige Filter seien noch immer in einigen Küchen verbaut. Gastronomen gehen damit ein sehr hohes Risiko ein, denn sie gefährden damit die Sicherheit ihrer Mitarbeiter und verzichten damit auf vollen Versicherungsschutz. Heike Pühler appellierte an die zum Arbeitskreis-Treffen anwesenden Gastronomen, ihre Filter zu überprüfen und gegebenenfalls auszutauschen.

Neue Datenschutzverordnung

Das Thema Datenschutz geht auch die Branche der Gemeinschaftsverpflegung etwas an. Verstöße können mit hohen Bußgeldern geahndet werden. Daher ist eine Auseinandersetzung mit dem Thema unabdingbar. Christian Lenz, Datenschutzbeauftragter und Rechtsanwalt, sagte auf dem Treffen: „Der einzelne Bürger soll unter anderem Auskunft bekommen können und hat ein Recht auf die Löschung seiner Daten.“ Für Unternehmer bedeutet das: „Sie dürfen nur die Daten erheben, die sie wirklich brauchen und müssen transparent sein.“ Die neue Datenschutzverordnung ist für alle Unternehmen mit Sitz in der EU sowie Unternehmen, die ihre Dienste in der EU anbieten verbindlich. Eine verschlüsselte Datenübertragung ist in Zukunft Pflicht. Was mit personenbezogenen Daten geschieht, muss offengelegt werden. Bei mindestens zehn Bildschirmarbeitsplätzen muss nun ein Datenschutzbeauftragter ernannt werden. Christian Lenz empfiehlt darüber hinaus die IT zu überprüfen und darüber hinaus auch nicht zu vergessen, dass Datensicherheit eben nicht nur IT-Sache ist, sondern in Zukunft auch der Aktenschrank abgeschlossen gehört.

Acrylamid-Verordnung seit April in Kraft

Ein weiteres Thema auf dem Arbeitskreis-Treffen war die neue Acrylamid-Verordnung. Sie gilt seit dem 11. April 2018 und hat zum Ziel, dass der Acrylamidgehalt in Lebensmittel gesenkt wird. Dieser Verordnung vorangegangen ist, dass der Stoff in Verdacht steht, Krebs zu erregen.

Armin Wenige, Geschäftsführer der delphi Lebensmittelsicherheit GmbH sowie Vorsitzender des Arbeitskreises Gemeinschaftsverpflegung, erläuterte, dass Unternehmen aus diesem Grund sogenannten „Minimierungsmaßnahmen“ durchführen müssen. Unter anderem wurden konkrete Regeln für das Frittieren festgelegt: Die Temperatur von 175°C darf dabei nicht überschritten werden. Außerdem müssen geeignete Fette und Öle verwendet werden und das Öl muss gesäubert werden. Wenge meint, dass in der Verordnung grundsätzlich nicht unbedingt Neuigkeiten für die Gemeinschaftsgastronomie enthalten sind. Lebensmittelhersteller und Franchisebetriebe müssen damit allerdings deutlich mehr Prüf- und Überwachungspflichten erfüllen.