Internorga GV-Barometer

Trends der GV-Branche 2018

Pünktlich zum Jahresbeginn veröffentlicht die Messe Internorga ihre Studie zu Tendenzen, die die Gemeinschaftsgastronomie hinsichtlich Investitionen und Trends in diesem Jahr prägen werden.

Symbolfoto: Wolfgang/stock.adobe.com

Das Investitionsklima ist im Vergleich zu den Vorjahren unverändert gut. Dieses Jahr beabsichtigen 59 Prozent der befragten Entscheider, Investitionen zu tätigen. Rund die Hälfte aller Verpflegungsstätten, die investieren möchten, geht von einem Budget von über 50.000 Euro aus.

Geplante Investitionen

Beim Thema Investitionen spielt die Betriebsgröße eine entscheidende Rolle. Je größer der Betrieb, desto positiver die Bereitschaft Anschaffungen zu tätigen. 71 Prozent aller Betriebe, die mehr als 1.000 warme Menüs pro Tag servieren, bewerten das Investitionsklima als „gut“. Bei Betrieben, die weniger als 500 warme Essen pro Tag ausgeben, empfinden dies nur knapp die Hälfte.

In vielen Fällen sind die Planungen noch nicht ganz konkret. Nur jede zweite Verpflegungsstätte der Gemeinschaftsgastronomie hat sein Budget bereits fest eingeplant. Betriebe investieren vorwiegend in die Ausstattung zum Kochen und Backen sowie in allgemeine Utensilien wie Geschirr und Besteck. Ausgaben für das Inventar und die Gastraumgestaltung plant knapp jedes fünfte Betriebsrestaurant.

Die Hälfte der größeren GV-Betriebe strebt kostenintensive Ausgaben an, bei den kleineren sind es 25 Prozent. Besonders investitionsfreudig sind Betriebsrestaurants. Dagegen erwägt nur knapp ein Drittel aller Seniorenheime für das laufende Jahr umfassende Anschaffungen.

Gesunde Ernährung steht im Vordergrund

Gemeinschaftsgastronomische Verpflegungsstätten orientieren sich bei der Menüauswahl an ihren Gästen. Die Souveränität der Kunden würde infrage gestellt werden, würden die Betriebe großen Einfluss auf die Essensauswahl der Gäste nehmen. Nichtsdestotrotz möchten 60 Prozent der Gemeinschaftsgastronomen positiven Einfluss auf das gesunde Essensangebot nehmen. Bei der Speiseplanung spielen immer noch Saisonalität und Regionalität eine wichtige Rolle – insbesondere für Betriebsrestaurants.

Laut der befragten Entscheidungsträger nehmen die Gäste diesen Trend gut an. Die Bedeutung von fleischlosen und tierproduktfreien Speisen schätzen 65 Prozent der Betriebe als weiterhin steigend ein.

In vielen Betriebsrestaurants finden sich auch Trends der klassischen Gastronomie wieder. In mehr als der Hälfte der Verpflegungsstätten kommen Menüs nach Streetfood-Art, vegane Gerichte und Premium-Burger auf den Tisch.

Bio-Lebensmittel werden immer beliebter

Das Thema Tierwohl ist in allen Bereichen der Gemeinschaftsgastronomie präsent. Weit mehr als 50 Prozent aller Unternehmen verarbeiten Fleisch aus artgerechter Haltung.

Immer häufiger kommen Bio-Produkte in der Gemeinschaftsverpflegung zum Einsatz. In diesem Bereich sehen Betriebsleiter sogar noch weiteres Wachstumspotenzial. Die Betriebe vertrauen insbesondere bei Gemüse, Salat sowie Obst auf den Anbau nach biologischen Richtlinien. Bio-Produkte aus diesen Segmenten setzen jeweils 40 Prozent der GV-Betriebe ein. Der Anteil derer, die Bio-Fleisch verwenden liegt ebenfalls bei knapp 40 Prozent.

In Deutschland sind die Konsumausgaben privater Haushalte gestiegen. Die Verbraucher sind kauffreudig, was auch in der Gemeinschaftsgastronomie zu spüren ist. Zu diesem Schluss kommen etwa 30 Prozent der befragten Einrichtungen. Der Absatz hochpreisiger warmer Mahlzeiten sowie in der Zwischenverpflegung sei in den vergangenen Jahren angestiegen.