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AK-GV-Treffen in Köln

Anfang November 2018 traf sich der Arbeitskreis Gemeinschaftsverpflegung (AK GV) Köln e. V., um über die Mitarbeitergewinnung, das RAL Gütezeichen „Kompetenz richtig Essen“ sowie die Entsorgung von Speiseresten zu diskutieren.

v.l.n.r. Thomas Hertach (Netzwerk Culinaria), Susanne Lange (RAL Gütegemeinschaft Ernährungs-Kompetenz e.V.), Jörg Jendrny (RAL Güte¬ge¬mein¬schaft Ernährungs-Kompetenz e.V.), Armin Wenge (Arbeitskreis Gemeinschaftsverpflegung), Foto: AKGV

Seit 1970 werden in der Diakonie Michaelshoven in Köln-Rodenkirchen Menschen mit physischen oder psychischen Einschränkungen, die in ihrem erlernten Beruf nicht mehr volle Leistung zeigen können, auf neue Aufgaben vorbereitet. Oftmals kommen diese Menschen aus der Foodbranche. Sie stammen aus dem gesamten Süden Nordrhein-Westfalens.

Passgenaue Qualifizierung

Für Menschen ab 45 bietet das Berufsförderungswerk individuelle Teilqualifizierungen. Maximal zwölf Monate dauern die in Module eingeteilten Lehrgänge. „Wenn jemand konkret einen Mitarbeiter sucht, bieten sich über uns Möglichkeiten, Probearbeiten anzubieten“, sagte Martin Thelemann vom Berufsförderungswerk. Durch Kooperationen mit Betrieben würden die Teilnehmer praxisnah fortgebildet.

RAL ist das Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung und wurde 1925 unter dem Namen „Reichsausschuss für Lieferbedingungen“ gegründet. Einer der Zweige, die mit der Zeit dazu kamen, ist die RAL Gütegemeinschaft Ernährungs-Kompetenz (GEK). Nach eigenen Angaben, handelt es sich dabei, um eine selbst-verpflichtende Wertegemeinschaft. Sie setzt sich zusammen aus zahlreichen Wirtschaftsverbänden und Fachorganisationen. Seit dem Jahr 1962 wird das RAL Gütezeichen „Kompetenz richtig Essen“ vergeben. Gastronomen profitieren von zahlreichen Vorteilen.

„Er [der Gastronom] hat damit ein Marketinginstrument und kann seinen Kunden und Tischgästen dadurch belegen, dass er eine sehr hochwertige Speisenqualität anbietet, die durch neutrale Fremdprüfer bestätigt wird“, erklärte Susanne Lange, Geschäftsführerin der GEK. Neutrale Sachverständige überprüfen im Zwei-Jahres-Rhythmus die Einhaltung der rund 100-150 Kriterien der Gütegemeinschaft in den Betrieben.

Belegbare Speisenqualität und saubere Entsorgung von Lebensmittelabfällen

„Es müssen Fachkräfte angestellt sein, Fortbildungen besucht werden. Wir gucken nicht nur auf die Speisenproduktion, sondern es muss in Kliniken z.B. auch eine Nährwertberechnung erfolgen“, betonte GEK-Vorsitzender Jörg Jendrny. Das Gütezeichen erfüllt alle Vorgaben, die bei der Vergabe öffentlicher Aufträge relevant sind. Die Kosten richten sich nach der Betriebsgröße. Etwas Vergleichbares gebe es in Deutschland nicht.

Der Küchengerätehersteller Meiko hat sich intensiv mit dem Thema Lebensmittelabfälle auseinandergesetzt und im Mai 2018 eine neue Produktlinie aufgelegt: Meiko Green Waste Solutions. Das System verspricht einfache Lösungen mit positiven Auswirkungen auf die Hygiene, die interne Logistik, die Arbeitsbedingungen, die Nachhaltigkeit und die Kosten im Betrieb. Die Bio-Tonne verbannt man dabei vor die Tür. Stattdessen hält ein Müllschlucker Einzug in die Küche, der Speisereste in eine breiförmige Biomasse umwandelt und durch Rohrleitungen mit einer Pump- oder Saugtechnik in einen Tank befördert. Dieser befindet sich im Keller oder außerhalb des Gebäudes.

Die Müllschlucker lassen sich kinderleicht bedienen. Die Tank-Lösung ist wirtschaftlicher, da bei gleichem Volumen weniger Kosten anfallen, als bei der Entsorgung über die herkömmlichen Bio-Tonnen.