Wettbewerb „Vom Kostenfaktor zum Glücksfaktor“

Best-Practice-Beispiele in der Seniorenverpflegung ausgezeichnet

Transgourmet hat zum dritten Mal im Rahmen eines Wettbewerbs aktiv gelebte, innovative Verpflegungskonzepte gewürdigt. Die Sieger sind: das Jakob-Sigle-Heim in Kornwestheim, das Tobias-Haus Alten- und Pflegeheim in Ahrensburg und die Belia Seniorenresidenz Schalke in Gelsenkirchen.

 Gewinnereinrichtungen 2019
Die drei Gewinnereinrichtungen 2019 nahmen die Auszeichnung „Botschafter emotionaler Genuss“ mit Stolz auf der Messe Altenpflege 2019 entgegen (Foto: Transgourmet)

Das Finale des Wettbewerbs „Vom Kostenfaktor zum Glücksfaktor – Wettbewerb für emotionale Genusskonzepte in der Seniorenverpflegung“ fand auf der Messe Altenpflege Anfang April 2019 in Nürnberg statt. Die Preisträger sowie drei weitere Einrichtungen wurden vorgestellt und mit dem Siegel „Botschafter emotionaler Genuss“ ausgezeichnet.

Mehr Emotionalität, mehr Genuss, mehr Lebensqualität

Die prämierten Best-Practice-Beispiele zeigen auf, welche Maßnahmen sinnvoll sein können und in der Praxis funktionieren. Das Thema Verpflegung gewinnt bei Senioren und ihren Angehörigen zunehmend an Bedeutung. Eine ausgewogene Seniorenverpflegung führt zu einem Plus an Lebensqualität für die Heimbewohner sowie zu einem deutlichen Imagezuwachs für den Betrieb.

Das Jakob-Sigle-Heim in Kornwestheim überzeugte die Jury besonders durch eine ungewöhnliche Idee: regelmäßiges Backen mit dem Holzofen. Zudem kommen noch kulinarische Menüabende und eine Kooperation mit der ortsansässigen Berufsschule, Abteilung „Nahrung“ dazu. Die Speisen sollen möglichst individuell und abwechslungsreich sein, daher existiert kein fester Speiseplan im Haus. Die Heimleitung legt großen Wert auf den Einsatz von frischen und saisonalen Lebensmitteln.

Maßnahmen funktionieren in der Praxis

Das Tobias-Haus Alten- und Pflegeheim in Ahrensburg ist auf Menschen mit Demenz spezialisiert. Die hauseigene Küche geht auf die individuellen Wünsche der Bewohner ein und verarbeitet so viele frische und biologische Zutaten wie möglich. Ein Sinnesgarten hält die Senioren wach und neugierig. Eine Gartentherapeutin begleitet und berät sie bei der Gartenarbeit und bietet regelmäßig Veranstaltungen an. In der Einrichtung erhalten die Älteren die Möglichkeit, ihre Autonomie zu wahren.

In der Belia Seniorenresidenz Schalke in Gelsenkirchen pflanzen und ernten die Bewohner Obst und Gemüse gemeinschaftlich im hauseigenen Garten. Anschließend verarbeiten sie die Produkte zu Spezialitäten nach Omas Rezept. Geboten wird ihnen im Heim eine maximale Vielfalt an Lebensmöglichkeiten: vom gemeinsamen Fußballschauen über das Schnippeln und Zubereiten der Mahlzeiten in den Kochgruppen bis hin zum Ausrichten von Festen oder Basaren, zu denen immer auch externe Besucher eingeladen sind. Die Senioren leben zusammen, kommunizieren und arbeiten auch intensiv miteinander. Jeder Bewohner hat eigene Aufgabenbereiche.