Moderner, effizienter, ergonomischer

Hannover erhält neue Mensa 2022

Das Studentenwerk Hannover bekommt eine neue Hauptmensa und eine neue Zentralküche. In zehn Mensen und sechs Cafeterien sollen bis zu 13.000 Gäste versorgt werden.

Hannover erhält neue Mensa 2022
Die Konzept-Verantwortlichen für die neue Zentralküche und neue Mensa am Standort Calinnstraße, Hannover: v.li.: Peter Adam-Luketic, Geschäftsführer vtechnik Planung, Nina Herde, Stellvertretende Leiterin Hochschulgastronomie Hannover, Rainer Dowi-dat, Le

Im Cook-&-Chill-Verfahren werden bis zu 8.000 Außerhaus-Essen produziert. In der Hochschulgastronomie stellt das eine Besonderheit dar. Zum neuen Betriebskonzept gehören effizientere Prozesse auf einer – im Vergleich zu heute – deutlich reduzierteren Fläche, bei gleichzeitig höchster sensorischer und hygienischer Qualität.

Innovative Lösungen, von denen alle profitieren

Abläufe, Flächenbedarfe und Raum- sowie Produktionskonzept werden hierfür neugestaltet. Für die Studierenden bedeutet das: mehr Auswahl, digitale Services, moderne Snacking-Angebote und Frontline-Cooking vor dem Gast. Backstage weichen die Prozess- und technischen Lösungen deutlich von Branchenstandards ab. Die Verantwortlichen prüfen zurzeit aus wirtschaftlichen und ergonomischen Gründen unter anderem Sonderanfertigungen bzw. bauliche Anpassungen bei Küchentechniken.

„Wir suchen konsequent nach Lösungen, die das kräftezehrende, unergonomische Arbeiten mit Kellen, Kippern und Co. vermeiden“, sagt Rainer Dowidat, Leiter Hochschulgastronomie in Hannover. „Wir wollen mehr Automatisierung, mehr intelligente Lösungen, die unseren Mitarbeitern guttun“, so Dowidat weiter.

Fertigstellung erfolgt voraussichtlich im Jahr 2022

Die Hannoveraner blicken dabei über den Tellerrand, in Unternehmen angrenzender Branchen. „Wir suchen nach innovativen Wegen, um sowohl kleine Arbeiten als auch ganze Prozesse zu vereinfachen.“ Der Eigenfertigungsgrad ist schon heute hoch, die Rezepturen liegen nahezu vollends in der Verantwortung des Küchenteams. „Wir haben damit beste Erfahrungen in jeder Hinsicht, sind zudem deutlich flexibler aufgestellt“, sagt Oecotrophologin Nina Herde, stellvertretende Leiterin Hochschulgastronomie.

Das Team um Dowidat stellt den veganen Teig für fünf Nudelsorten selbst her. Die Produktionskapazität liegt bei 100 Kilogramm Nudeln pro Stunde. Auch Saucen, Fonds, Desserts und Suppen, alle Arten von Gemüse- und Fleischgerichten oder Beilagen werden von Grund auf selbst produziert.

Mit der Modernisierung und Umsetzung ist die vtechnik Planung GmbH beauftragt. Starttermin mit dem Bau soll 2020 sein. Wunschtermin für die Fertigstellung ist 2022.