Regional is(s)t gut!

Kongress Gemeinschaftsverpflegung fokussiert regionale Küche

Praktisch erprobte Lösungsansätze, wie sich eine überzeugende, regionale, gesundheitsorientierte Küche in der Gemeinschaftsgastronomie verwirklichen lässt, lieferte der Bayerische Kongress Gemeinschaftsverpflegung "Regional is(s) gut!" Mitte Mai 2019 in Nürnberg mit rund 130 Teilnehmern.

„Ernährungsministerin Michaela Kaniber ermutigte am GV Kongress die Teilnehmenden, neue Wege zu gehen“
„Ernährungsministerin Michaela Kaniber ermutigte am GV Kongress die Teilnehmenden, neue Wege zu gehen“ (Foto: Kompetenzzentrum für Ernährung - KErn)

Unter den Referenten befanden sich unter anderem der Münchner Polizeikantinen-Chef, Rindfleischerzeuger sowie die Vertreterin der Biostadt München. Sie alle verfolgen das gemeinsame Ziel, bei der Verpflegung von Kindern, Patienten, Angestellten und Studenten, hochwertige Speisen aus der Region anzubieten. Wichtig ist ihnen dabei, die Kosten nicht in die Höhe zu treiben, Tiere nicht unnötig zu quälen oder das Klima zu belasten.

Alle profitieren gleichermaßen

Am Ende des Kongresses stand fest: Alle müssen zusammenarbeiten, um diese Ziele zu erreichen – Landwirte, Einkäufer, Küchenmanager und -mitarbeiter, aber auch die Gäste. Dazu bedarf es etwa funktionierende, disziplinübergreifende Netzwerke. Je besser die Akteure zusammenarbeiten und je transparenter Produktionsprozesse und -zahlen einerseits und Abnahmemengen andererseits sind, desto aufwands- und kostengünstiger wird der bio-regionale Einkauf.

In Bayern gibt es zahlreiche Anbieter und Nachfrager. Herausforderung ist es, diese zwei Parteien künftig erfolgreich zusammen zu bringen. Mit den acht Fachzentren Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung (FZ) an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und dem Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) sowie zahlreichen Kooperationspartnern sind schon starke Netzwerke und Strukturen vorhanden, die künftig weiter ausgebaut werden sollen.

Wegweiser ab Ende 2019 verfügbar

Um das Angebot an bioregionalen Produkten in der Gemeinschaftsverpflegung zu steigern, sollen die Akteure mit konkreten Angeboten unterstützt werden, so Angelika Reiter-Nüssle vom zuständigen Referat im Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Ein neuer „Wegweiser für die Vergabe – Ausschreibung von Verpflegungsleistungen“ gibt konkrete Hilfestellung für die Ausschreibung von Gemeinschaftsverpflegung mit regionalen und biologischen Lebensmitteln.

Bundesweit erstmalig gibt der Wegweiser umfassende Formulierungshilfen, wie Regionalität und der Einsatz von Gütezeichen wie „Geprüfte Qualität“ und „Bio-Siegel“ des Freistaats Bayern berücksichtigt werden können. Eine Plattform speziell für die Gemeinschaftsverpflegung soll künftig dabei unterstützen Erzeuger und Gemeinschaftsverpfleger zusammenzubringen. Sie wird voraussichtlich Ende 2019 zur Verfügung stehen.