Modellprojekt zur Qualitätssicherung in Kitas und Schulen

Riesaer Ticker

Im Rahmen eines Modellprojekts begleitete die Vernetzungsstelle über den Zeitraum von zwei Jahren die Stadt Riesa bei der Verbesserung und Sicherung der Qualität in der Kita- und Schulverpflegung – erste Ergebnisse liegen nun vor.

sensorische Bewertung der Speisen durch die Schüler ( Foto: Strobel, Schulleiter FS)

Bei dem Projekt sollen der Austausch zwischen den Akteuren und Entscheidern (Träger, Kitas, Schulen, Eltern, Schüler/-innen, Speisenanbieter) gestärkt sowie Verpflegungsausschüsse in den Kitas und Schulen beim Einsatz geeigneter Instrumente (z. B. zur Speisenplananalyse, für Schülerbefragungen, Erstellung von Leistungsverzeichnissen) unterstützt werden.

Anonymes Feedback

In den vergangenen Wochen sind weitere Schulen in Riesa in Sachen Zufriedenheitsbefragung aktiv geworden. An der Förderschule „An der Goethestraße“ findet aktuell die sensorische Bewertung der Speisen durch die Schüler statt. Schulleiter Strobel hat dazu seine Schüler animiert, täglich ein Feedback-Flipchartpapier zu gestalten.

Noch vor den Herbstferien fand am städtischen Gymnasium eine große Schülerbefragung statt. Die Erkenntnisse zur Durchführung der Befragung aus der Oberschule „Am Sportzentrum“ waren dabei sehr hilfreich, sodass hier ein ähnliches Vorgehen erfolgte. Die Schulleiterin Frau Zscheile möchte nach der Befragung den Schülern die Möglichkeit geben, jederzeit ein anonymes Feedback zum Schulessen abzugeben. Bisher wurde allerdings noch nicht vereinbart, wie und wann das umgesetzt wird.

Im Rahmen der Schulkonferenz im Oktober dieses Jahres wertete die Förderschule „Lichtblick“ ihre Eltern- und Schüler-Befragung aus. Im Hinblick auf die Elternbefragung „Zufriedenheit mit der Kitaverpflegung“ in der Kita „Am Park“, „Kunterbunter Schmetterling“ und „Kita Bummi“ (aus Strehla) haben sich die Eltern Ende August zur großen Auswertung zusammengefunden.

Speisepläne nach DGE-Qualitätsstandard

In der Kita „Am Park“ befindet sich die Kochküche. Sie beliefert die zwei weiteren Kitas mit zubereiteten Speisen. Frau Kluge, die Küchenleiterin, arbeitet seit Wochen an der Optimierung des Speisenplans nach dem DGE-Qualitätsstandard für die Kitaverpflegung. Den Kindern bietet sie nun pro Woche zwei Fleischgerichte, zwei vegetarische und ein süßes Hauptgericht an. Dabei kommen nun auch häufiger Vollkornprodukte auf den Tisch.

In allen drei Kitas wurden die Eltern zum Speisenangebot befragt. An der Befragung haben insgesamt 136 Eltern teilgenommen. 77 Prozent der Befragten halten das Angebot von zwei Fleischgerichten pro Woche für genau richtig. Die Anzahl der süßen Hauptgerichte halten 73 Prozent für angemessen. Mit der Häufigkeit von Obst und Gemüse sind die Eltern „nicht ganz zufrieden“. Knapp 37 Prozent der Eltern finden, dass zu wenig Obst angeboten wird. 28 Prozent finden, dass mehr Gemüse auf dem Speisenplan stehen sollte. Das Mittagsangebot bewerteten die Eltern jedoch mit der Schulnote 1,9 – das zeigt, dass die meisten Eltern doch sehr zufrieden sind. Die Ergebnisse der Befragung werden nun in den Kitas ausgestellt.