App zur Lebensmittelrettung

Too good to go

Die Too-good-to-go-App macht Schluss mit der Lebensmittelverschwendung, einem der Hauptfaktoren für den Klimawandel. Mit der App zur Lebensmittelrettung können Gastronomen ihr überschüssiges Essen zu reduzierten Preisen weiterverkaufen.

Über Too Good To Go können gastronomische Betrieb ihr überschüssig produziertes Essen zu reduziertem Preis weiterverkaufen (Foto: Too good to go)

Lebensmitteln soll auf diese Weise wieder zu mehr Wertschätzung verholfen werden. Über die Too-good-to-go-App gelang es bereits über 4 Millionen Mahlzeiten zu retten. 7.000 Tonnen CO2 sparte man damit ein – entspricht in etwa 60 Flügen zum Mond.

Nachhaltiger Konsum

Die Applikation ist mittlerweile in acht Ländern verfügbar. In den nächsten Monaten folgen weitere. In über 200 deutschen Städten machen bereits mehr als 1.900 gastronomische Betriebe mit. In der Bundesrepublik nutzen 800.000 Kunden die App. Die Kundschaft erhält leckeres Essen zum günstigen Preis (durchschnittlich drei Euro) und lernt neue Lokalitäten kennen. Restaurants freuen sich über die Wertschätzung des produzierten Essens sowie soziales und nachhaltiges Engagement.

Too good to go trägt zur Ressourcenschonung bei. Die Gesellschaft wird für Lebensmittelverschwendung sensibilisiert. „Das schnelle Wachstum von Too Good To Go zeigt uns, dass Apps einen Beitrag leisten können, um Ressourcen zu schonen. Um Lebensmittelverschwendung wirklich erfolgreich zu bekämpfen, müssen wir alle am selben Strang ziehen”, betont Benjamin Wolf, Country Manager von Too good to go.

Digitalisierung als Mittel gegen die Wegwerf-Kultur

Es ist höchste Zeit zu handeln: Der Meeresspiegel steigt, Dürrephasen nehmen zu, die Artenvielfalt geht rasant zurück. Jeder einzelne ist in der Lage etwas gegen die globale Lebensmittelverschwendung zu unternehmen. Obwohl sie extrem negative Folgen für die Umwelt hat, bietet sie auch gleichzeitig viele konkrete Ansatzpunkte, vom Acker bis zur Gabel. Mit jedem Kilo nicht verzehrten Brots verschwendet man beispielsweise 1.000 Liter Wasser. In Deutschland ließen sich etwa 10 Millionen Tonnen Lebensmittelabfall vermeiden. Wäre Lebensmittelverschwendung ein Land, so wäre es der drittgrößte CO2-Emittent hinter den USA und China.