Neue Runde

Transgourmet-Wettbewerb startet wieder

Im Jahr 2016 rief Transgourmet die Kampagne „Vom Kostenfaktor zum Glücksfaktor – Wettbewerb für emotionale Genusskonzepte in der Seniorenverpflegung“ ins Leben, die seitdem sehr erfolgreich läuft.

Transgourmet Seniorenprojekt
Transgourmet Seniorenprojekt (Foto: Transgourmet)

Ab 06. August bis zum 02. November 2018 können sich erneut Senioreneinrichtungen mit ihren kreativen Hauskonzepten um den Titel „Impulsgeber emotionaler Genuss“ bewerben. Im Frühjahr 2019 werden zunächst sechs nominierte Betriebe besucht und schließlich drei Gewinner ausgewählt, die auf der Altenpflege 2019 feierlich ausgezeichnet werden.

Der Wettbewerb entstand aus dem Wunsch, Senioren wieder stärker an der Vor- und Zubereitung von Mahlzeiten zu beteiligen, ihnen besondere Genussmomente zu verschaffen und ihnen so einen erheblichen Teil ihrer Lebensqualität zurückzugeben. „Immer mehr Einrichtungen möchten selbst Impulsgeber für emotionalen Genuss sein und haben großen Ehrgeiz entwickelt, ihre Senioren auf innovative und kreative Weise zu überraschen“, äußert  Martin Kölle, Leiter des nationalen Vertriebs Gemeinschaftsverpflegung der Transgourmet Deutschland GmbH & Co, der gleichzeitig Initiator des Wettbewerbs ist. „Die Ideen reichen vom eigenen Gemüsegarten über Themenabende und Galadinners bis hin zu mobilen Kiosken, Schnippelgruppen oder Rezept-Workshops“, so Kölle weiter.

Der Erfolg des Projekts lässt sich folgendermaßen erklären: Es trifft offenbar einen gesellschaftlichen Nerv. In einer Zeit, in der so viele Menschen wie nie zuvor auf bewusste, genussvolle Ernährung achten, soll die ältere Generation nicht außen vor bleiben. Viele pflegende Angehörige können die Betreuung alleine nicht mehr schultern und scheuen sich vor einer Abtretung der Aufgabe an eine Senioreneinrichtung. Sie fürchten eine wenig empathielose Fürsorge. Die Ängste sind aufgrund des Personalnotstands nicht ganz unbegründet.

Dennoch ist es möglich, der Seniorenverpflegung einen hohen Stellenwert zurückzugeben. Das beweisen die diesjährigen Preisträger, darunter das AWO-Zentrum Hausgemeinschaften für Menschen mit Demenz in Bayreuth. „Das gemeinsame genussvolle Essen ist ein Spiegel der Erinnerung für die Bewohner“, sagt AWO-Geschäftsführerin Marion Tost aus Bayreuth. Bestimmte Mahlzeiten und Rezepte sind fest in der eigenen Biografie verankert. Dadurch verbinden sie die Vergangenheit mit der Gegenwart und geben den alten Menschen eine Art Orientierung, was nicht nur für demenzkranke Senioren gilt. „Und wenn man den gemeinsamen Mahlzeiten diese identitäts- und gemeinschaftsstiftende Qualität zugesteht, bekommt man automatisch einen anderen Blick auf das, was ohne großen finanziellen Aufwand möglich ist“, erklärt Martin Kölle. „Denn auch kleinere Impulse und Ideen können gebündelt große Wirkungen entfalten.“