Ressourcen schützen

Umweltschutz für einen Tag

Der 5. Juni ist „Tag der Umwelt“. Erstmalig ausgerufen wurde er vor 46 Jahren und soll Menschen zu ressourcenschonenderem Denken und Verhalten motivieren.

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Konsumausgaben, gestiegener Energieverbrauch und Kohlendioxid-Emissionen belasten die Umwelt. Naturschützer nehmen diesen Gedenktag zum Anlass, das Bewusstsein für Umweltbelange zu schärfen. Das diesjährige Motto lautet „Wir haben nur eine Erde – deshalb: Ressourcen schützen!“. Vielfältige Aktionen und Informationsangebote zu Themen wie Müllvermeidung und Energieeinsparung klären darüber auf, wie man als Verbraucher einen Beitrag leisten kann.

Klimafreundliche Wärmeversorgung

So kann man beispielsweise durch den effizienten Einsatz von biogenem Flüssiggas etwas gegen den rasant ansteigenden Energieverbrauch tun, der zu immer größeren Umwelt- und Klimaproblemen führt. Biogenes Flüssiggas ist regenerativ. Er wird aus organischen Rest- und Abfallstoffen sowie nachwachsenden Rohstoffen gewonnen. Gegenüber konventionellem Flüssiggas ist eine CO2-Ersparnis von bis zu 90 Prozent möglich.

Besonders kritisch stehen Umweltaktivisten dem hohen Plastikverbrauch gegenüber. Nach Angaben der Europäischen Kommission werden jährlich etwa 500.000 Tonnen Plastikmüll im Meer entsorgt. Schätzungen zufolge soll es 2050 mehr Plastikteile im Meer geben als Fische. Die internationale Natur- und Umweltschutzorganisation WWF beklagt, dass "die Zerstörung elementarer Lebensräume wie Korallenriffe und Mangroven bedrohliche Ausmaße erreicht" hat.

In jedem Quadratkilometer der Meere schwimmen heute hunderttausende Teile Plastikmüll. Plastikabfälle stellen eine allgegenwärtige Gefahr für Fische, Vögel und Meeressäuger dar. Über Fische gelangen Plastikpartikel und weitere umweltschädliche Stoffe auch in die menschliche Nahrungskette.

Plastikmüll bedroht Ökosysteme

Von den jährlich 78 Millionen Tonnen der weltweit gebrauchten Plastikverpackungen gelangen 32 Prozent unkontrolliert in die Umwelt. Plastiktüten, PET-Flaschen, Feuerzeuge, Einwegbesteck, Strohhalme und ähnliche Gegenstände verwechseln die Tiere oft mit Nahrungsmitteln. Immer häufiger findet man im Magen der toten Tiere Kunststoffteile. Unter dem Plastikmüll leiden auch bestimmte Branchen der Wirtschaft. Viele Strandbadeorte müssen täglich gesäubert werden. Der Tourismusbranche entstehen für den asiatisch-pazifischen Raum jährlich Kosten von 622 Millionen Dollar.

Politische Maßnahmen, die den Gebrauch von Einweg-Plastikprodukten eindämmen, sind nötig. Die Verpackungsindustrie ist ebenfalls gefragt. Produkte und Verpackungen müssen auf die Notwendigkeit von Kunststoffbestandteilen sowie auf ihre Recycelbarkeit überprüft werden. Verbraucher können auch aktiv etwas für den Umweltschutz tun indem sie auf Plastikverpackungen weit möglichst verzichten, Plastiktüten mehrfach nutzen und Nachfüllpackungen verwenden.

Worum geht's beim Thema Umweltschutz? Was kann jeder Einzelne für die Umwelt tun? Hintergründe und Zusammenhänge finden Sie hier im Überblick.